Über mich…

Meine Beziehung zur Fotografie und die Geschichte dieser Beziehung ähnelt mit ihren Höhen und Tiefen, zumal aber mit ihrer großen Intensität der Emotionen sehr einem der vielen Szenarios französischer Liebesfilme.

 

Sie begleitet mich und ich sie seit 1989 – ich war damals fünf Jahre alt. In jenem Jahr haben wir uns kennengelernt, und mein Traum, Fotograf zu werden, war geboren. Seit damals bin ich auf der Suche nach meinem Weg und Ort in der Fotografie.

 

Ich habe mich immer für die klassische Schwarzweißfotografie begeistert, für ihre Einfachheit, ihre Ruhe, aber zugleich für ihre tiefen und fokussierten Inhalte. Aus dieser Begeisterung und dem Respekt vor allen großen Fotografen, die in Schwarzweiß fotografierten und die eine echte Leidenschaft für das „Sehen“ hatten und mich mit dieser Leidenschaft ansteckten, fotografiere ich fast ausschließlich in Schwarzweiß.

 

Ich habe mich für ganz unterschiedliche Genres der Fotografie interessiert. Hier werde ich nur ein paar davon erwähnen, für die mein Herz schlägt. Aussagestarke und emotionale Porträts haben mich immer beeindruckt, da ein Gesicht einmalig ist, und das nicht nur durch seine anatomischen Besonderheiten, aber auch durch Lebenserfahrung. Die Augen, durch die man die Seele der Person lesen kann, macht in meinen Augen dieses älteste Genre der Porträtfotografie das schwierigste und zugleich interessanteste Genre der Fotografie. Die Aktfotografie ist die nächste Gattung, die mich immer fasziniert hat, durch die man mit der unendlichen Schönheit des Körpers begeistern und immer etwas neues entdecken kann. Da ich nicht ein bloßer „Beobachter“ bleiben wollte, sondern mehr Spaß am Schaffen und Gestalten suchte, habe ich meine Leidenschaft für Künstlerische Fotografie, also „Conceptual Photography“, „Kreative Fotografie“ und „Storytelling“-Fotografie entdeckt, welche allerdings ohne echte Emotionen oft künstlich wirkt.

 

Da ich mich vermittels der Künstlerischen Fotografie mit verschieden eigenen Problemen auseinandergesetzt habe, begriff ich nicht nur, dass das Ganze eine emotionale Angelegenheit geworden war, sondern auch, dass es zu einer Art Befreiung führen kann.

 

Aus obengenannten Phasen, der Begeisterung zur Schwarzweißfotografie, den Erfahrungen mit verschiedenen fotografischen Genres und zumal der Entdeckung des quasi-kathartischen Erlebnisses ist mein Konzept einer „Individual Art Photography“ entstanden.

 

Mit diesem Konzept möchte ich mir bei den verschiedenen Genres der Fotografie nicht nur ihr jeweils schönstes Element nehmen, aber auch sich anderen Kunstgattungen wie z.B. der darstellenden Kunst öffnen. Deswegen posiert man weniger bei meinen Fotoshootings, als dass man spielte. Es ist eher ein Theaterspielen und sich ein bisschen Zeit nehmen, um sich mit eigenen Emotionen und Vorstellungen zu beschäftigen, als ein klassisches, emotionsloses und routinemäßiges Fotoshooting.

 

Und…

 

Ich retuschiere die Personen auf den Fotos kaum. Ich finde, das hat einen gewissen Charme und stellt auch die einzigartige Authentizität der Bilder her; die abgebildete Person bleibt die gleiche, wie die, die sie beim Fotoshooting war.

Das allerwichtigste Ziel für mich ist Kunst.

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